Was alles war

In ihrem neuen Roman begibt sich Annette Mingels literarisch auf die Spur unseres prägendsten und faszinierendsten Beziehungsgeflechts: der Familie. Sie erzählt von den vielen Spielarten moderner Beziehungen und davon, was Familie heute ausmacht, von Nähe und Geborgenheit, von Distanz und Konkurrenz, von der Unmöglichkeit, einander ganz und gar zu verstehen, von der Brüchigkeit des Ganzen, aber auch von seiner Belastbarkeit.
Dass sie adoptiert wurde, weiß Susa seit ihrer Kindheit. Es hat sie nie gestört, im Gegenteil. Ihre Eltern haben sich doch ganz bewusst für sie entschieden, haben sie umsorgt und geliebt. Auch die erste Begegnung mit ihrer leiblichen Mutter Viola lässt die Meeresbiologin eher kalt. Nichts scheint sie mit dieser Frau zu verbinden. Doch das Treffen setzt mehr in Bewegung als vermutet. Susa erfährt von Brüdern und verspürt plötzlich eine irritierende Sehnsucht nach ihnen. Und ist der Wunsch, den biologischen Vater kennenzulernen, ein Verrat an ihrem im Sterben liegenden Adoptivvater? Als sich Susa in Henryk verliebt, der zwei Töchter mit in die Beziehung bringt, erhält die Frage, was Familie ausmacht, eine neue Bedeutung.

Am 27. November 2017 fand in der Baden Württembergischen Landesvertretung in Berlin die Verleihung des Buchpreises der Stiftung Ravensburger Verlag für "Was alles war" statt. Die großartige Laudatio hielt der Literaturkritiker und Autor Uwe Wittstock: nachzulesen hier.

Erscheint am 6. März 2017 im Knaus Verlag


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